Die Geschichte des Aschenbanners
~ Der Vorgängerbund - Grundlage der Neugründung ~
Die Wurzeln des Aschenbanners reichen zurück bis zu der Zeit, als sich der Nordendfeldzug dem Ende zuneigte. Einige Streiter des Argentumkreuzzugs, die nach dem Fall des Lichkönigs unzufrieden mit dem Verharren der Truppen in Nordend waren und stattdessen in andere Krisenherde Azeroths ziehen wollten, spalteten sich von der Organisation ab und segelten nach Sturmwind, wo sie kurzerhand einen neuen Bund ausriefen: Das Licht des Morgens.
Diese Truppe sollte sich zunächst stark an den Prinzipien des Argentumkreuzzuges orientieren und stand dafür ein, bedrohte Gebiete in ganz Azeroth von dem Einfluss der Geißel und der Legion zu befreien. Nach erster Rekrutierung war dieser Bund fähig, immerhin kleine Säuberungsaktionen im Dämmerwald und anderen Gebieten durchzuführen. Später, als die Truppe bereits auf eine beachtliche Größe angewachsen war, stand sogar ein Feldzug zur Rückeroberung Lordaerons in Aussicht. Doch dazu sollte es nicht kommen.
Der Kataklysmus in Azeroth war ein Trauma für den jungen Bund und zerstörte zunächst all seine Aussichten. Jene Katastrophe verstreute die Streiter, die ohnehin bereits in allen Ecken Azeroths Nachforschungen anstellten, noch mehr. Viele dieser Recken kamen in den Bedrohungen um und nur wenige kehrten nach Sturmwind zurück. Die Truppe schien ihrem Ende nahe zu sein...
Doch sollte dieses Trauma überwunden werden. Unter Führung des Marschalls Velicor Thorgron verwarf der Bund all seine alten Werte und Ideale, die noch von dem heiligen Licht inspiriert waren und widmete sich voll und ganz seinem einzigen Ziel: Todesschwinge und seine Verbündeten für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen, koste es, was es wolle.
Langsam füllten sich die Reihen des Lichts des Morgens wieder, die Selbstsicherheit kam mit der Zeit zurück und schließlich konnte der Bund, der schon zum Scheitern verurteilt schien, zu alter Stärke zurückfinden. Doch Todesschwinge zu schaden, dies sollte ihnen vorerst nicht gelingen.
~ Aufstellung in Theramore und neue Hoffnungen ~
Das Licht des Morgens fand in der Wehrzitadelle Theramores seinen neuen Sitz, wo es bis zu seinem Ende verweilen sollte. Man richtete sich voller Vorfreude auf kommende Aufgaben ein und plante entschlossen den ersten Feldzug des „neuen" Morgenlichts: Eine Offensive am Hyial gegen Ragnaros und seine Armeen.
Zur Übung schickte sich der wiedererstarkte Bund an, im nahen Brachland zeitweise die dortigen Truppen der Allianz im Kampf gegen die Horde zu unterstützen oder gar selbst kleinere Offensiven zu starten. Letzteres verursachte schließlich eine Kette von Fehlern, die das Licht des Morgens nachträglich schwächen sollten.
Eines Tages plante der Marschall eine autonome Offensive gegen die Festung der Horde im südlichen Brachland, der Ödnisfeste. Dieser Plan sah vor, diese durch Sabotage zu schwächen und zu infiltrieren, um an wichtige Informationen zu gelangen. Zunächst schien alles gutzugehen, die Truppe konnte die unvorbereiteten Hordewachen ausschalten und durchsuchte die Feste nach Informationen, die für die Allianz nützlich sein könnten. Diese Suche endete jedoch in einem Desaster: Verstärkung wurde von der Front zurückbeordert und die Einheit musste die Flucht ergreifen. Zwar fiel an diesem Tag niemand in der Schlacht, doch die Verletzungen, die sich einige Streiter zuzogen, waren schwer und verhinderten die Aufnahme des baldigen Feldzugs.
Das Licht des Morgens war für viele Monate insbesondere aufgrund der schweren Verletzungen seines Anführers gelähmt. Dies sollte sich auf die Stimmung der Streiter negativ auswirken.
~ Zwietracht und innere Spannungen: Das Morgenlicht erlischt ~
In den folgenden Monaten hielt man sich fast ausschließlich in Theramore auf. Damit die Streiter auch weiterhin etwas zutun hatten, wurden mehrere Einzelmissionen veranlasst. Doch statt damit der Untätigkeit Einhalt zu gebieten, war der Nebeneffekt weitaus gravierender: Der Zusammenhalt der Truppe nahm immer mehr ab, altes Misstrauen wurde erneut geschürt.
Um den inneren Spannungen Einhalt zu gebieten, plante der Bund erneut einen Feldzug, der aber weniger die kämpferischen Fähigkeiten, als die Kameradschaft der Waffenbrüder- und schwestern abverlangte. Im Dämmerwald sollte sich die Truppe besser kennenlernen, Zwietracht und Misstrauen damit verschwinden.
Doch mitten in den Planungen geschah das Unausweichliche. An nur einem Abend eskalierte die Situation völlig, ein Streit entbrannte und brachte das Fass zum Überlaufen. Einige Mitglieder entschieden, alleine in den Dämmerwald zu reisen, andere wiederum verließen den Bund. Sein Ende war nun abzusehen. Nur kurz nach diesem Ereignis fiel Todesschwinge durch die Hand tapferer Helden. Dadurch wurde der Sinn der Einheit ad absurdum geführt - sein Ziel war erreicht, wenngleich das Licht des Morgens nur wenig dabei mithelfen konnte.
Velicor Thorgron löste kurz nach Eintreffen dieser Nachricht das Licht des Morgens auf und erklärte alle Mitglieder für frei von seinem Befehl.
Die Zeit des Aschenbanners
~ Verstreute Kameraden und das Zusammenfinden ~
Im folgenden Jahr nach der Auflösung des Bunds gingen die Mitglieder ihren Weg. Einige vertieften sich in Studien, andere kämpften an neuen Fronten oder aber schlossen sich alten Organisationen von neuem an. Doch nicht alle hatten die Zeit beim Licht des Morgens vergessen - war sie zwar eine Geschichte des Scheiterns, aber auch eine der Kameradschaft und Gemeinschaft.
Wie durch Zufall kam es in Sturmwind zum plötzlichen Wiedersehen einiger Veteranen des aufgelösten Bunds. Man war sich einig, dass das Licht des Morgens letztendlich sein Ziel nicht erreichen konnte. Dennoch bedeutete die Einheit ihnen zumindest etwas, weshalb die anfangs skurrile Idee aufkam, eine neue Gemeinschaft zu gründen, diesmal jedoch anders als die erste.
Nach zahlreichen Überlegungen nahm diese Idee immer mehr Gestalt an, woraus letztlich Zuversicht entstand. Zuversicht, es noch einmal zu versuchen, eine neue Einheit aufzustellen. Doch diese Einheit sollte kameradschaftlicher sein, nicht nur eine militärische Truppe, sondern eine Zuflucht für seine Mitglieder.
Kurzerhand wurde "Das Aschenbanner" als Nachfolgeorganisation des "Licht des Morgens" gegründet, ein Paramilitär, einerseits mit dem Ziel, die Bedrohungen gegen die Allianz zu bekämpfen, andererseits sollte die Freundschaft der Mitglieder gewahrt werden.
Noch ist der Weg dieser jungen Einheit ungewiss. Mit der Zeit wurden zwar einige Veteranen aus alter Zeit aufgenommen, doch um mehr als ein Freundestreff zu sein, muss die Truppe an tapferen Männern und Frauen wachsen. Doch man ist zuversichtlich - mit einem ganzen neuen Kontinent vor Augen, der entdeckt und gegen die Horde behauptet werden soll, hat das Aschenbanner einen Grundstein für eine gewaltige, abenteuerliche Mission.
(Stand: 27.10.12)